Balts Nill

Perkussionist / Multiinstrumentalist

Geboren 13. 9. 1953

 

Studierte Germanistik und Philosophie. Schlagzeugunterricht u.a. bei Peter Giger und Pierre Favre. Intensive Zusammenarbeit mit Tini Hägler. Autodidakt auf Ukulele, Gitarre u.a.

Nach diversen Bandprojekten (u.a. "Caduta Massi"; "Hunger &Trunk") von 1989 bis 2005 Musiker bei "Stiller Has". Film- und Theatermusik, Radioprojekte und Soloperformances. Gewann für seine Musik zum Film "Meerdolen" von Peter Guyer den Filmpreis des Kantons Bern 2006.

Als Perkussionist ist Balts Nill besonders interessiert am Grenzbereich zwischen Geräusch und Musik. Er verwendet in seiner Performance Spielzeug, Papier, Blechbüchsen und andere zufällige Klangkörper. Bei seiner unplugged - Performance arbeitet er mit den akustischen Gegebenheiten des jeweiligen Ortes.

 

Bandprojekte:

Improvisationsduo mit Katharina Weber (Piano).

"finderdeux" mit Gérard Widmer (Fujara- Flöte).

"schön&fön", multifunktionales Duo mit Urs Sibold (Sax, Perc. u.a.)

Seit Frühjahr 2010 Perkussionist bei den "Dead Brothers".

 

Sprache&Musik

Diverse Literatur-Projekte mit "schön&fön" u. a. mit Roland Reichen ("aufgrochsen", Bilgerverlag), Anette Herbst (Lesung mit Musik aus Christoph Simons Kinderbuch "Häsin Mels und Hase Fitz und der Teichgruselgolz"); C.A.Loosli-Programm mit Fredi Lerch, Pedro Lenz und Beat Sterchi.

Mit dem Komponisten Urs Peter Schneider  übt er sich im "redlich spiel", einer Lese- und Geräuschperformance.

Seit 2010: Lesung und Musik mit Melinda Nadj Anonji.

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Katharina Weber& Balts Nill

 

"Von fern hörte ich, verweht, Melodien in Halbtonfolgen, rhythmisches Flechtwerk trug den Duftschwall durch die Luft, fliegendes Besteck aus mehreren Küchen."

Peter Weber, Die melodielosen Jahre, S. 11

 

Die Pianistin Katharina Weber und der Perkussionist Balts Nill haben ihre Kompässe schon lange auf den gleichen Punkt eingestellt, allein: Die Uhren liefen anders. So blieb das fliegende Besteck vorläufig in den Schubladen und reiften die verwehten Melodien in den Köpfen.

Im Improvisationsduo treffen sich nun die räumlichen und zeitlichen Koordinaten der klassisch geschulten Pianistin und des in verschiedenen Sparten querschlagenden Perkussionisten Balts Nill.

 

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MELINDA NADJ ABONJI & BALTS NILL

SIE LIEST AUS IHREM NEUEN ROMAN ?TAUBEN FLIEGEN AUF?

ER SPIELT BÜCHSE, UKULELE, GITARRE, PET-FLASCHE

SIE LIEST, KIPPT INS FREIE ERZÄHLEN, INS GESUNGENE WORT

ER SPIELT MINIMALE MUSTER, MAGISCHE REPETITIONEN

EIN ZUSAMMENSPIEL VON MUSIK & LITERATUR

 

"Ich spiele mit Balts Nill, weil er Sprache musikalisch empfindet. Dabei erkundet er die Feinheiten der Saiten in jedem Augenblick ? ich höre Wind, ein quietschendes Fahrrad, eine heisere Stimme, die um Hilfe ruft.

Es entstehen musikalische Landschaften, menschliche Choreographien, die eine betörende Intensität haben, mich in meinem Erzählen tragen, vorantreiben, beflügeln, irritieren.

Ob Balts Nill nun Ukulele, Gitarre oder Büchse spielt: seine magisch repetitiven Muster schenken meinem Erzählfluss eine Dringlichkeit, übersetzen meine Dichtung auf seine eigenwillige Art in Rhythmus und Melodie."

Melinda Nadj Abonji

 

"Melinda Nadj Abonjis Prosa ist selber schon Musik.

Ich brauche also dieser Sprache nichts hinzuzufügen.  Vielleicht gibt es etwas freizulegen? Vor einigen Jahren lernte ich Melinda über das gedruckte Wort kennen. Was heisst gedruckt: Ich las nicht mehr, ich schaute und lauschte. Und als die kurze  Geschichte zu Ende war, fing ich wieder von vorn an.

Erst viel später entdeckte  ich Melinda als Musikerin und Sängerin. Sie sang ein schlichtes Kinderlied in ungarischer Sprache. Was heisst schlicht: In dieser einfachen Melodie  verbargen sich tausend Stimmen und  Klänge.

Ich lese einen Roman. Was heisst Roman: Auf einigen hundert Seiten ein paar tausend gedruckte Worte, und am Schluss steht ein Punkt.

Du schlägst das Buch zu und draussen vor dem Fenster fliegen Tauben auf."

Balts Nill

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schön&fön

tadelloses jazzorchester

 

Der Jazzmusiker, Schauspieler und Clown Urs Sibold und Ex- Stiller Has Balts Nill haben sich im April 2007 zum Duo zusammengetan.  Aus dem Fundus von abgelagerten Melodien, Folkloreresten, zurechtgebogenen Jazznummern und Instantkompositionen bauen sie einen eigenen, in vielen Farben schillernden musikalischen Mikrokosmos.

 

"schön&fön" sind:

 

Urs Sibold: Blasinstrumente, Stimme, Perkussion u.a.

Balts Nill:   Schlagwerk, Saiten, Mundharmonika u. a.

 

Rein akustisches Duo. Für Grosse und Kleine, drinnen und draussen,.

Anspruchslos im Unterhalt. Für anspruchsvolle Unterhaltung.

 

Kontakt:

Urs Sibold 031 992 47 14  u.s.sibold@freesurf.ch

Balts Nill 031 331 52 63   b.nill@bluewin.ch

 

www.sibi.ch

www.baltsnill.ch

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" DER LOOSLI"

 

Mit Fredi Lerch, Pedro Lenz, Beat Sterchi und schön&fön

 

Der "Philosoph von Bümpliz", Carl Albert Loosli (1877 -1959) wird zur Zeit wiederentdeckt. Dafür ist es höchste Zeit,  denn Loosli ist einer der bedeutendsten  Schweizer Intellektuellen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Wie aktuell ist Loosli ? Die Antwort gibt dieses Programm, das den historischen Loosli konfrontiert mit der heutigen Spoken Word-Szene und der Spiellust zweier improvisierender Musiker. Mit kurzen Schlaglichtern beleuchtet Fredi Lerch, Mitherausgeber der neuen Loosli Werkausgabe, das Leben und die Kämpfe des Satirikers und Polemikers, Essayisten und Lyrikers C.A. Loosli. Auf diese Einwürfe reagieren zum einen Pedro Lenz und Beat Sterchi mit eigenen, zum Teil für dieses Programm geschriebenen Texten, zum andern die beiden Instrumentalisten Balts Nill und Urs Sibold (schön&fön).

Im Wechselspiel von Altem und Neuem, von Information, und Improvisation wird eine historische Gestalt jung und die neuste Gegenwart sieht  manchmal ziemlich alt aus - etwa wenn Loosli 1935 fordert, dass das Bankgeheimnis für die Schweiz schlecht sei und darum abgeschafft gehöre.

 

Dauer: 1 Std. 15 Minuten

 Kontakt: b.nill@bluewin.chwin.ch / 031 331 52 63

 

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U.P. Schneider & Balts Nill

 

Ein Koffer mit Konservenbüchsen und Altmetall

Ein Keyboard 66,7 x 24,6 cm , 49 Tasten, 39.95 Franken

44 schreibmaschinengeschriebene Blätter

Eine Stimme, zwei Hände:

 

Redlich Spiel

1. Teil: Zwiezieler

2. Teil: Einheiten

(Dauer ca. 66 Minuten)

 

Urs Peter Schneider: redet Text

Balts Nill: spielt Zeug

 

Der Komponist Urs Peter Schneider und Ex- Stiller Has Balts Nill haben sich auf dem Balkon (Sommerhälfte) und in der Küche (Winterhälfte) geräusch-  und wortreich  unterhalten.

Sie laden das Publikum ein, an ihrem literarisch-musikalischen Gedankenaustausch teilzuhaben.

 

"Urs Peter Schneiders Texte liefern weder Information noch zielen sie auf poetische Erbauung oder emotionalen Aufruhr ab. Vielmehr gleichen sie schlau konstruiertem Spielzeug, in welchem sich Gesetzmässigkeit und Zufall gegenseitig vor und hinters Licht führen."

Balts Nill

 

"Das Schriftstellerische hat mich eigentlich zu einem Sprach-Performer gemacht. Leider muss ich sagen: Diese Sprach-Performances kommen oft besser an als meine konzeptuelle Musik, obschon das ganz strenge Produkte sind, ebenso strukturbesessen wie die Kompositionen, wenn auch witziger."

Urs Peter Schneider

 

Kontakt: b.nill@bluewin.chwin.ch / 031 331 52 63

oder 032 323 44 57 (nachmittags)

 

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finderdeux

 

die kehrichtsäcke warten am strassenrand auf die füchse

 

Gérard Widmer und Balts Nill arbeiten seit mehr als zwanzig Jahren in gelegentlichen Performance - und Musikprojekten zusammen. Bekannt wurden sie allerdings in anderen Konstellationen: Gérard Widmer im Duo "NATURTON " (mit dem Didgeridoo-Spieler Willi Grimm), Balts Nill mit "Stiller Has", der lange Zeit auch ein Duo war.

Manchmal kreuzen sich ihre Wege, so zum Beispiel in diesem Winter, als Balts im Schnee unverkennbar Gérards Spur entdeckte. Er folgte den Fussabdrücken und gelangte ins zweite Untergeschoss eines Gewerbegebäudes, wo Gérard mit seiner Hirtenflöte  akustische Landschaften in einen Raum namens  HELLERKELLER  zauberte.

Seither treffen sie sich regelmässig im HELLERKELLER, um im weissen Neonlicht Wind und Wellen zu erzeugen. Sie verschliessen ihre akustischen Erzeugnisse in Konservendosen, um sie bei Gelegenheit an ausgewählten städtischen Orten freizulassen.

Sie erobern sich ihr stilles Land zurück, indem sie die bestehenden urbanen Klänge mit ihren Tönen erweitern.

findhörtmit ...

 

finderdeux: Gérard Widmer (Fujara); Balts Nill (Perkussionsobjekte)

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